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Was bedeutet Akzeptanz?

Akzeptanz ist ein wichtiges Wort im zwischenmenschlichen Bereich. Jeder von uns möchte akzeptiert und verstanden werden, so wie er ist, mit seinen Werten, Gefühlen und Gedanken. Synonyme vom Begriff Akzeptanz / Akzeptieren sind annehmen, anerkennen, einwilligen, hinnehmen, billigen, mit jemanden oder etwas einverstanden sein. Dementsprechend kann Akzeptanz definiert werden als Bereitschaft, etwas oder jemanden zu akzeptieren.

Akzeptanz stellt sich demnach als eine zustimmende Haltung da. Ich kann etwas oder jemanden uneingeschränkt annehmen, ohne meine eigenen Wertungen und Urteile mit einfließen zu lassen. Es ist eine Entscheidung, die auf Freiwilligkeit und Selbstreflexion beruht. Auch auf einen gewissen Grad an kognitiver Intelligenz und zwischenmenschlicher Empathie. Mit einem Satz könnte man Akzeptanz in etwa so umschreiben: „Ich bin zwar nicht mit allem, was du sagst, vollkommen einverstanden, aber ich kann dich akzeptieren. Ich kann dich so lassen, wie du bist.“

Des Weiteren kann Akzeptanz unter anderem mit folgenden Begriffen umschrieben werden:
•    Uneingeschränkte Wertschätzung
•    Emotionale Zuwendung
•    Akzeptieren ohne Bewertungen
•    Zwischenmenschliche Wärme
•    Vertrauen, Respekt, Wohlwollen

Der Begriff der Akzeptanz in der Gesprächstherapie
Der Begründer der klientenzentrierten Gesprächstherapie, Carl Rogers, hatte ein sehr humanistisches, man könnte auch sagen, menschliches Weltbild. In seinen jungen Jahren studierte er intensiv die östlichen und westlichen Philosophien. Unter anderem die Existenzphilosophie eines Sören Kierkegaard oder Martin Buber. All diesen Studien hinterließen in Rogers ein tiefes Gefühl, nach der unsere menschliche Existenz ganz auf die Selbstentfaltung eines jeden Einzelnen angelegt ist. Aus dieser inneren Überzeugung heraus, entwickelte er einen Gesprächsansatz, der ganz auf die Annahme, Respektierung und Wertschätzung des Gegenübers ausgerichtet ist. Rogers erkannte, dass jedes Individuum, jeder Mensch, in seiner eigenen Welt lebt, in seiner eigenen inneren Erlebniswelt, mit ganz eigenen Überzeugungen, Werten, Erwartungen und moralischen Vorstellungen. Für jeden von uns ist es sehr unterschiedlich, was einem wichtig ist, was wir erreichen wollen, worauf es ankommt und für was wir einstehen. Rogers erkannte und verstand den Zusammenhang, dass wir zwar äußerlich gesehen alle in derselben Welt leben, innerlich gesehen aber jeder in seiner eigenen Erlebniswelt lebt.
Aus diesem Verständnis heraus integrierte Rogers für seine klientenzentrierte Gesprächstherapie den Begriff Akzeptanz als eine der tragenden Säulen.

Was bedeutet das nun konkret?
Es bedeutet in erster Linie, dass der Klient von dem Therapeuten uneingeschränkt akzeptiert wird, egal wie dieser sich gibt oder äußert. Rogers selbst formulierte es so: „Unbedingte Wertschätzung bedeutet, eine Person zu schätzen, ungeachtet der verschiedenen Bewertungen, die man selbst ihren verschiedenen Verhaltensweisen gegenüber hat.“ Diese unbedingte Wertschätzung setzt eine hohe Selbstreflexion und Bewusstheit seitens des Therapeuten voraus, welche mit der Frage umschrieben werden kann: „Kann ich einen Menschen ‚bedingungslos‘ akzeptieren, wenn ich viele Dinge an mir selbst ablehne?“
Ganz konkret bedeutet dies während eines Gesprächs, dass die persönliche Bewertung der Verhaltensweise des Klienten nichts an dem Wert der Person ändert! Der Klient soll von dem Therapeuten in seinem „Da-Sein“ akzeptiert werden, ohne das diese Akzeptanz an Bedingungen oder Erwartungen geknüpft ist.
Diese unbedingte Wertschätzung des Gegenübers, unabhängig von seinen Äußerungen oder Verhalten, ihn ganz und gar als Mensch zu sehen, ist sehr elementar für eine authentische und echte Begegnung zwischen Klient und Therapeuten – nebenbei nicht nur im therapeutischen Kontext. Beide begegnen sich auf Augenhöhe. Dabei genügt es leider nicht, dem Klienten während eines Gesprächs diese bedingungslose Wertschätzung alleine durch verstehendes Zuhören oder Verbalisierungen („ich verstehe dich“) zu vermitteln. Allen voran muss der Klient diese innere Beteiligung und Wertschätzung spüren können. Dies kann der Klient an Inhalt und Tonfall der Äußerungen erkennen, darüber hinaus aber auch genauso an Mimik, Gestik und Körperhaltung des Therapeuten.  Das unbedingte Akzeptieren seiner Person (seines Mensch-Seins) soll dem Klienten gegenüber wahrnehmbar kommuniziert werden. Jeder klientenzentrierte Berater sollte sich in diesem Kontext die Frage stellen, inwieweit er in der Lage ist, einen anderen Menschen so zu akzeptieren, wie er ist, mit all seinen Fehlern, Schwächen und Meinungen.

Was eine uneingeschränkte Akzeptanz bewirkt
Eine unbedingte Akzeptanz und Wertschätzung durch den Therapeuten führt bei dem Klienten zu einer höheren Selbstachtung und Annehmen der eigenen Person. Der Klient fühlt sich gesehen und verstanden, in seiner Gesamtheit als Mensch, mit allen seinen vermeintlichen Schwächen, Fehlern und Brüchen. Dieses unbedingte Gesehen werden ist ein elementares Grundbedürfnis eines jeden Menschen. Bei dem Klienten entsteht dadurch eine vertrauensvolle, von Wärme und Respekt getragene Atmosphäre, in der er sich öffnen kann. Er sieht sich und den Berater auf gleicher Ebene (und nicht als höher gestellten „Fachmann“), als Mensch mit Fehlern und Schwächen, die aber unabhängig von seinem Wesenskern, seinem So-Sein, sind. Diese positive und uneingeschränkte Zuwendung ist der Ausgangspunkt für therapeutische Veränderungen und Bewegungen – und letztlich für eine Selbstentfaltung des Klienten. Ein wertschätzender Therapeut vermeidet insofern jegliche Form der Bewertungen des Verhaltens oder Erlebens, Anerkennung, Lob, Tadel, Kritik oder ein moralisches Urteil, weil all dies ein Ausdruck der eigenen Wertvorstellungen ist.
Gleichwohl sei noch gesagt, dass bedingungsloses Akzeptieren nicht bedeutet, dass der Therapeut, bei allem was der Klient sagt, zustimmen oder bestimmte Erlebnisinhalte gutheißen muss. Ein akzeptierender Gesprächstherapeut respektiert, dass bestimmte Erlebnisse und Gefühle bei seinem Gegenüber vorhanden sind, sie werden von ihm beurteilungsfrei wahrgenommen und eben akzeptiert. Von entscheidender Bedeutung ist, dass der Klient weiß und spürt, dass er sich frei äußern kann, ohne das darunter die Beziehung leidet, oder er Angst haben muss, nicht verstanden oder abgewertet zu werden (was im Alltag ja leider oftmals der Fall ist).

Intelligenz ist die Fähigkeit, seine Umgebung zu akzeptieren
(William Faulkner)

Die Akzeptanz des Therapeuten oder psychologischen Beraters ist von großer Bedeutung für eine vertrauensvolle Beziehung zum Klienten und damit auch für den Erfolg von Coachings, Beratungen oder Therapien. In unserem Akzeptanz-Modul helfen wir Ihnen, diese innere Haltung zu trainieren.

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Alle Rogers-Seminarbausteine der PSIAM-Akademie

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